Certificate Lifecycle Management · ADCS · Öffentliche CAs

PKI-Verwaltung, die nicht aus dem Jahr 2008 stammt.

TrustFabric ersetzt certsrv, certtmpl und pkiview durch eine containerisierte Plattform — ein Inventar, ein Freigabemodell und ein Ausstellungskern über mehrstufige ADCS und öffentliche CAs hinweg. Mit einem Tier-0-isolierten Sicherheitskern, der niemals auf der CA selbst läuft; die CA verwaltet ein Windows-Agent auf einem Mitgliedsserver.

Docker · Kubernetes & Helm · Windows-CA-Agent per MSI · Tier 0 und Tier 1 getrennt

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CA-Welten in einem Inventar: ADCS und öffentliche CAs
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automatische ESC-Prüfungen: 12 im Audit, ESC17 im Bugs-Scan
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Zugangswege zum Ausstellungskern: ACME, SCEP, EST, CMP, REST und MCP
6
Rollen, vom lesenden Auditor bis zum Key-Recovery-Officer
Warum

Drei Snap-ins, eine Datenbanksuche, die den Namen nicht verdient — und certutil für den Rest.

Zertifikatsverwaltung unter Windows heißt oft noch: certsrv, certtmpl, pkiview. Drei Fenster, drei Sichten, keine davon beantwortet die Fragen, die wirklich zählen: Welche Zertifikate laufen in dreißig Tagen ab? Wem gehören sie? Warum bekommt dieses Gerät keines?

Gleichzeitig ist die PKI zu einem der kritischsten Systeme im Unternehmen geworden. Eine abgelaufene CRL legt ganze Landschaften still — VPN, WLAN, Smartcard-Logon, Anwendungs-TLS — und niemand wird vorher gewarnt. Die Werkzeuge stammen aus einer Zeit, in der das noch verzeihlich war.

TrustFabric ist kein Aufsatz auf diese Werkzeuge. Es ersetzt sie — und beantwortet die Fragen, die sie nie stellen konnten.

Architektur

Ein Tier-0-Kern, der die CA nie berührt.

Die CA ist ein Tier-0-System, deshalb läuft der TrustFabric-Kern nie auf ihr. Ein Windows-CA-Agent — ein Dienst mit MSI-Installer auf einem Mitgliedsserver, unter einem gMSA-Dienstkonto — spricht per DCOM mit der CA und ist über mTLS mit angeheftetem Zertifikat an den Kern gebunden. Ausstellungskern und Audit-Kette leben in einem isolierten Tier-0-Container; Web-Oberfläche, API und Protokoll-Adapter in Tier 1. Dazwischen: eine schmale, kommandoförmige Schnittstelle, die nur das durchlässt, was für den jeweiligen Surface ausdrücklich erlaubt ist.

  • Ein Ausstellungskern hinter jedem Protokoll. ACME, SCEP, EST, CMP, REST und MCP münden in dieselbe Logik — dieselben Regeln, dieselbe Freigabe, dasselbe Audit.
  • Hash-verketteter Ereignisspeicher. Jede Ausstellung, jede Sperrung, jede Vorlagenänderung ist verkettet; ein täglicher Check gegen einen außerhalb gehaltenen Anker macht nachträgliches Umschreiben sichtbar.
  • Feingranulare Delegation. Wer darf welche Vorlage mit welchen Namensregeln für wen beantragen — befristet, mit Vier-Augen-Prinzip für breite Delegationen und Tier-0-Eingriffe.
  • Snapshots mit Drift-Erkennung. Der Stand jeder Vorlage wird per Inhalts-Hash gesichert; jede Abweichung wird sichtbar, bevor sie zum Vorfall wird.
docker compose up helm install trustfabric Entra ID Windows-CA-Agent (mTLS)
TIER 1 · CONTAINER Web UI Admin · Power User Self-Service REST · MCP Automatisierung KI-Agenten & Tools Protokoll-Adapter ACME SCEP EST CMP Public-CA-Bestellung (ACME + EAB) schmale, kommandoförmige Schnittstelle ALLOWLIST SIGNIERT TIER 0 · ISOLIERT · NUR ÜBER INTAKE ERREICHBAR Ausstellungskern Regeln · Freigabe · Policy PQC-Klassifizierung Audit-Kette manipulationssicher h₀ → h₁ → h₂ → h₃ CA-Agent Windows-Dienst · mTLS DCOM zur CA · gMSA Issuing CA ZUGRIFF ÜBER DEN AGENT Policy CA Offline Root SUB-CA-ANTRAG PER DATEI
Ausgewählte Fähigkeiten

Acht Dinge, die im PKI-Alltag den Unterschied machen.

Alle überwachen Ablaufdaten. TrustFabric erneuert Sperrlisten rechtzeitig, bevor sie ablaufen können, meldet fremde CAs im Verzeichnis, setzt zuerst einen umkehrbaren Hold und lässt jede Tier-0-Änderung von einer zweiten Person freigeben.

01 / 08 Ausfallschutz

CRL-Auto-Publish mit Nachprüfung

Eine abgelaufene Sperrliste ist ein häufiger selbstverschuldeter PKI-Ausfall. Je CA lässt sich einschalten, dass TrustFabric eine neue CRL anfordert, bevor die alte abläuft, die Veröffentlichung an den CDP- und AIA-Adressen nachprüft und Kritisches wiederholt meldet.

CDP / AIA / OCSPMail · Webhook · Teams
02 / 08 Verzeichnisüberwachung

Rogue-CA-Erkennung im AD

Eine Enterprise-CA lässt sich mit wenigen Rechten aufsetzen, und dann vertraut ihr die ganze Domäne. TrustFabric gleicht die CA-Objekte im Verzeichnis mit dem Soll ab, alle sechs Stunden und auf Anforderung: NTAuth, Stamm-CAs, AIA und Enterprise-CAs.

NTAuth · AIA · Enrollment Servicesalle 6 Stunden
03 / 08 Sperren ohne Blindflug

Hold zuerst, Widerruf mit zweiter Person

Ein Widerruf ist endgültig. TrustFabric setzt ein Zertifikat zuerst auf einen umkehrbaren Hold (certificateHold), den eine Person setzen und wieder aufheben kann; der endgültige Widerruf braucht eine zweite Person. Bündelaktionen sind begrenzt.

Umkehrbarer HoldVier-Augen-Widerruf
04 / 08 Tier-0-Änderungen

Vier-Augen für CA und Vorlagen

Änderungen an CA-Konfiguration, Vorlagen, Sub-CA-Anträgen und breiten Delegationen laufen als Antrag mit Diff und brauchen die Freigabe einer zweiten Person. Bei Vorlagen zeigt der Editor die ESC-Befunde vorher und nachher.

DiffESC-VorschauRollback
05 / 08 Härtung

Vorlagen-Baseline

Statt Standardvorlagen zu pflegen, führt die Baseline gehärtete TF-Vorlagen für Intune, NPS, Codesigning, Smartcard (YubiKey/PIV) und mehr ein und zieht die Standardvorlagen stufenweise zurück, mit Abhängigkeitsprüfung vorher.

Intune · NPS · CodesigningSmartcard · YubiKey
06 / 08 Nachvollziehbarkeit

Versionen und Diff je Vorlage

Jede Änderung einer Vorlage wird versioniert; zwei Versionen lassen sich feldgenau vergleichen. Eine Abweichung vom gemerkten Stand erscheint als Drift.

VersionsverlaufFeldgenauer Diff
07 / 08 Schlüsselinventar

Schwache und doppelte Schlüssel

TrustFabric findet doppelte und schwache Schlüssel im Bestand, klassifiziert jedes Zertifikat nach Quantenanfälligkeit und liest den Schlüsselspeicher der CAs (Software oder HSM) aus.

Duplikate · SchwächeQuantenklasse
08 / 08 Nachweis

NIS2-Bericht und Compliance-Sicht

Der NIS2-Bericht ordnet Befunde, Inventar, Ereigniskette und Vier-Augen-Entscheidungen den Maßnahmen nach Art. 21 Abs. 2 zu, mit IT-Grundschutz-Modulen; Risikoklassen folgen den Schwellen der BSI TR-02102-1. Die Zuordnung ist eine eigene Herleitung und kein Konformitätsnachweis.

NIS2IT-GrundschutzTR-02102-1
Funktionsumfang

Vom MMC-Ersatz bis zum Compliance-Bericht. Der gebaute Umfang, in fünf Bereichen.

Das Fundament trägt alles; darüber stehen die ADCS-Verwaltung, die Protokolle und öffentlichen CAs, Sicherheit und Compliance sowie der Betrieb. Ein Teil davon ist bisher nur gegen eine Laborumgebung oder mit Testdiensten geprüft.

Fundament

Die Fähigkeiten, auf denen jede andere Funktion aufsetzt.

BEREICH 1 / 5

Vereinheitlichtes Zertifikatsinventar

Ein Inventar über ADCS-Hierarchien (laufend über den CA-Agent abgeglichen), öffentliche CAs, Netzwerk-Discovery und CT-Logs. Durchsuchbar (auch per Regex), filterbar, als CSV oder JSON exportierbar.

Vorlagen-Snapshots & Drift

Der Stand jeder Zertifikatvorlage wird gesichert und per Inhalts-Hash verglichen; eine Abweichung vom gemerkten Stand wird sichtbar und lässt sich bestätigen.

Hash-verketteter Ereignisspeicher

Jedes Ereignis trägt den Hash seines Vorgängers; nachträgliches Umschreiben bricht die Kette. Ein täglicher Ketten-Check vergleicht gegen einen außerhalb gehaltenen Anker. Alarme gehen per Mail, Webhook oder Teams.

Feingranulares Delegationsmodell

Wer darf welche Vorlage mit welchen Namens- und SAN-Regeln für wen beantragen? Delegationen sind befristet; breite Delegationen brauchen ein zweites Augenpaar.

Ein Ausstellungskern hinter jedem Protokoll

ACME, SCEP, EST, CMP, REST, MCP und die Weboberfläche münden in dieselbe Ausstellungslogik: eine Regel gilt überall, ein Audit-Eintrag pro Vorgang.

Tier-0 / Tier-1 Isolation

Sicherheitskern und Protokoll-Surfaces laufen in getrennten Prozessen. Ein Tier-1-Prozess startet nicht, wenn eine Tier-0-Datenbankverbindung konfiguriert ist; dazwischen nur eine schmale, kommandoförmige Schnittstelle (Intake, mTLS).

Windows-CA-Agent

Dienst mit MSI-Installer auf einem Mitgliedsserver, nicht auf der CA. Er spricht per DCOM mit der CA (empfohlen mit gMSA-Dienstkonto), ist über mTLS mit angeheftetem Zertifikat an den Kern gebunden und aktualisiert sich über die Oberfläche.

Anmeldung & Rollen

Anmeldung per Active Directory (LDAPS) oder Entra ID, dazu Break-Glass-Konten mit TOTP. Sechs Rollen: der Auditor liest, der PKI-Operator bedient, der Plattform-Admin konfiguriert, der Key-Recovery-Officer gibt nur Schlüsselwiederherstellungen frei.

ADCS-Verwaltung — der MMC-Ersatz

Alles, was certsrv, certtmpl und pkiview können, und was sie nie konnten.

BEREICH 2 / 5

certsrv-Äquivalent: ausgestellt, ausstehend, gesperrt

Ausgestellte, ausstehende, fehlgeschlagene und gesperrte Zertifikate mit Suche über Subject, SAN, Seriennummer und Vorlage (auch Regex) sowie einer ASN.1-Baumansicht. Die CA-Warteschlange lässt Anträge ausstellen oder ablehnen. Hold, Freigabe und Widerrufsantrag laufen auch gebündelt (bis 200 je Lauf).

certtmpl-Äquivalent

Alle Vorlagen-Attribute lesen, Versionen mit feldgenauem Diff vergleichen, als JSON exportieren. Änderungen laufen als Antrag mit Vier-Augen-Freigabe und ESC-Vorschau; veröffentlichen und zurückziehen ebenso.

Vorlagen-Baseline

Gehärtete TF-Vorlagen für Kerberos-Authentifizierung, Webserver, Computer, OCSP, Intune (SCEP und PKCS), NPS, Codesigning, Smartcard-Anmeldung (YubiKey/PIV), Registrierungs-Agent, Key-Recovery-Agent und Benutzer-Verschlüsselung. Die Standardvorlagen werden stufenweise zurückgezogen, mit Abhängigkeitsprüfung.

CA-Konfiguration ändern

Registry-Einstellungen der CA lesen und über eine Positivliste ändern: mit Diff, Vier-Augen-Freigabe und Rollback. Das Sicherheitsprotokoll der CA erscheint als Betriebsprotokoll.

pkiview-Äquivalent

PKI-Zustand: Hierarchiekarte, CRL, Delta-CRL, AIA und OCSP einschließlich LDAP-CDP werden geprüft; Auffälligkeiten gehen als Alarm an die Benachrichtigungskanäle.

Enrollment-Analyse & Fehlersuche

„Warum bekommt dieses Konto kein Zertifikat?“ Die Analyse prüft Vorlagenrechte, Veröffentlichung und Autoenrollment; die Fehlersuche ordnet Meldungen und HRESULTs einer Ursache zu. Regelbasiert, keine Black-Box-KI.

AD-bewusstes Mapping

Zertifikate werden Konten und Geräten zugeordnet: verwaiste Zertifikate, doppelte oder schwache Schlüssel und Lücken beim Autoenrollment erscheinen als Befund.

Sub-CA-Anträge für die Offline-Root

Der Antrag geht als Datei zur Offline-Root, das signierte Zertifikat kommt zurück und wird streng geprüft; die Freigabe braucht vier Augen. Die Root-CRL wird mit Alarm vor Ablauf überwacht.

Schlüsselarchivierung & -wiederherstellung (KRA)

Wiederherstellungsanträge mit Begründung; Freigabe und Abruf nur durch die Rolle Key-Recovery-Officer, die ein Plattform-Admin nicht ersetzen kann. TrustFabric sieht den Klartext-Schlüssel nie.

Self-Service-Portal

Anwender und Power User beantragen Zertifikate selbst, innerhalb ihrer Delegation; Schlüssel entstehen im Browser. Ablauf-Erinnerungen kommen per Mail.

Protokolle & öffentliche CAs

Sechs Zugangswege zum Ausstellungskern und die Anbindung öffentlicher Aussteller.

BEREICH 3 / 5

Interner ACME-Server

RFC 8555 mit External Account Binding, http-01 und dns-01. Webserver und Ingress-Controller holen Zertifikate wie bei Let's Encrypt, aber aus der eigenen CA. Gegen certbot, acme.sh und lego getestet.

SCEP und EST

SCEP (RFC 8894) mit Einmal-Challenge für Netzwerkgeräte, EST (RFC 7030) für moderne Clients; beide am selben Ausstellungskern.

CMP (RFC 9483)

Lightweight-Profil mit Passwortschutz (PBM), Anträge, Polling und Bestätigung; auch Anträge mit ML-DSA-Schlüsseln.

REST-API und MCP

REST-API mit OpenAPI-Beschreibung und eine MCP-Schnittstelle (Streamable HTTP) für Werkzeuge und KI-Agenten, jeweils mit API-Schlüsseln oder Entra-App-Tokens und innerhalb derselben Delegationsgrenzen.

Öffentliche CAs bestellen

ACME-Client mit External Account Binding; dns-01 manuell, per RFC 2136 (TSIG) oder Azure DNS; SwissSign zusätzlich über die RA-REST-API. Mit Kosten- und Kontingentlogik und Freigabe nach Kosten.

CT-Monitoring

Die Certificate-Transparency-Logs (über crt.sh) werden auf die eigenen Domänen und erwartete Aussteller überwacht; ein unerwartetes Zertifikat ist ein Befund.

Netzwerk-Discovery

TLS-Endpunkte aus konfigurierten Zielen und Netzen werden gescannt und mit dem Inventar abgeglichen.

Sicherheit & Compliance

Prüfen, belegen, absichern.

BEREICH 4 / 5

ESC-Audit mit dreizehn Prüfungen

Das Audit prüft zwölf ESC-Pfade, der Bekannte-Bugs-Scan ESC17; vier weitere (ESC8, 10, 13, 14) sind ausdrücklich als nicht automatisch geprüft ausgewiesen (siehe unten). Befunde lassen sich beheben oder mit Begründung als erwartet bestätigen.

Risikoklassen & CBOM

Jedes gültige Zertifikat erhält eine Risikoklasse mit Gründen (keine Punktzahl); der Bestand ist als CycloneDX-CBOM exportierbar.

Berichte

Audit-Bericht und NIS2-Bericht (Maßnahmen nach Art. 21 Abs. 2, mit zugeordneten IT-Grundschutz-Modulen) als HTML und PDF; die Zuordnung ist eine eigene Herleitung, keine amtliche.

Plattform › Sicherheit

Ampel je Komponente: Sicherheitsheader, Transport, Datenbankrolle, ablaufende Geheimnisse, Anmeldefehlversuche, Abhängigkeitsberichte und ein Befundregister.

Plattform › Compliance

TrustFabric selbst, abgebildet auf BSI IT-Grundschutz (Modulebene), ISO/IEC 27001:2022 Anhang A und NIS2 Art. 21, mit PDF. Eine eigene Zuordnung, kein Zertifikat.

HSM-Unterstützung

Die Geheimnisse von TrustFabric lassen sich per PKCS#11 (SoftHSM2 getestet; YubiHSM 2) oder Azure Managed HSM schützen. Für CA-Schlüssel erkennt der Agent Software- und HSM-Schlüsselspeicher und meldet Befunde, darunter den YubiHSM-Zugriff (ESC12).

Netzwerk & Firewall

Eine Matrix Quelle → Ziel mit Port, Protokoll, Pflicht oder optional und den echten Werten der Installation, als CSV für das Firewall-Team.

Break-Glass & Sitzungen

Lokale Notfallkonten nur per Kommandozeile, mit TOTP und Alarm an alle Kanäle; Sitzungen lassen sich beenden, Refresh-Token werden rotiert und auf Wiederverwendung geprüft.

Betrieb & Bereitstellung

Wie TrustFabric läuft und gepflegt wird.

BEREICH 5 / 5

Docker Compose

Einzelknoten-Profil und ein gestuftes Profil mit getrennten Netzen für Tier 0, Intake und Tier 1; ein Image, die Surfaces werden per Umgebungsvariable gewählt.

Kubernetes & Helm

Helm-Chart mit Kern und je einem Deployment pro Surface, Migrations-Hook, NetworkPolicies und schreibgeschützten Nicht-Root-Containern. Gerendert und geprüft, noch nicht in einem echten Cluster installiert.

Betrieb

Schema-Migrationen sind ein eigener Schritt (--migrate) mit getrennten Rollen für Migration und Betrieb; Prometheus-Endpunkt, Alarme per Mail, Webhook und Teams, Hintergrundjobs für Inventar, Monitoring und Ablauf-Erinnerungen.

Lieferkette

Die CI erzeugt SBOMs (CycloneDX) und Schwachstellenberichte für .NET und npm; sie erscheinen in der Oberfläche unter Plattform › Sicherheit.

Hilfe in der Oberfläche

Oberfläche und Hilfeartikel sind deutsch; jede Ansicht hat eine eingebaute Hilfe mit Erklärung und Quellen.

Wissensdatenbank mit Quellen

845 Artikel zu ADCS, PKI und Windows-Ereignissen, jeder mit Herausgeber, Datum und Link zur Quelle; Texte sind Zusammenfassungen, eigene Herleitungen sind als solche markiert. Die Suche findet auch Ereignis-IDs sowie KB-, CVE- und ESC-Nummern.

Bekannte-Bugs-Scan

Regeln aus den Artikeln laufen gegen die gespeicherten Daten (CA-Konfiguration, CA-Zertifikate, Vorlagen mit Rechten, Monitoring). Jeder Treffer nennt Belege, Artikel und einen Fix-Vorschlag: eine Schaltfläche mit Vier-Augen-Antrag, wo es einen sicheren Weg gibt, sonst die Befehle zum Kopieren. Dreizehn Regeln; was sich nicht automatisch prüfen lässt, steht mit Grund und Prüfung von Hand dabei.

Ereignisanalyse über alle CAs

Die Ereignisprotokolle aller CA-Hosts einer Umgebung werden gleichzeitig gesammelt und nach Anbieter und ID gruppiert, mit Artikel und Fix-Vorschlag. Unbekannte Ereignisse bleiben „unbekannt“; Ereignisse, die zu einer Änderung aus TrustFabric passen, gelten als erwartet.

Online Responder und IIS steuern

Läuft der CA-Agent auf dem Responder-Host, startet er den Online-Responder-Dienst neu, recycelt einen freigegebenen Anwendungspool oder führt iisreset aus; Letzteres nur für den Plattform-Admin mit Bestätigung. Eine Operation je 60 Sekunden und Host, jede mit Zustand vorher und nachher im Ereignisverlauf. Hostnamen werden auch über Alias-Namen zugeordnet, etwa für Lastverteiler.

Eingebautes Sicherheitsaudit

Dreizehn ESC-Prüfungen — geprüft, bevor der Angreifer prüft.

Die ESC-Angriffspfade auf ADCS sind seit Jahren öffentlich dokumentiert. TrustFabric prüft dreizehn davon automatisch (zwölf im Konfigurationsaudit: ESC1 bis ESC7, ESC9, ESC11, ESC12, ESC15 und ESC16; ESC17 im Bekannte-Bugs-Scan) gegen Vorlagen, Berechtigungen und CA-Konfiguration; ESC8, ESC10, ESC13 und ESC14 sind nicht automatisch prüfbar und stehen in der Oberfläche als „nicht automatisch geprüft“ mit Grund und Prüfung von Hand. Dazu kommen ein Konfigurationsaudit und der Abgleich des Verzeichnisses mit den erwarteten Zertifizierungsstellen.

  • Beim Bearbeiten warnen, nicht erst beim Audit. Eine Vorlagenänderung zeigt die ESC-Befunde vorher und nachher, bevor sie zur Freigabe geht.
  • Befund mit Kontext. Betroffene Vorlage, betroffene Principals und der Weg zur Behebung; ein Befund lässt sich mit Begründung als erwartet bestätigen.
  • Deterministisch. Jeder Befund kommt aus einer benannten Regel, ist reproduzierbar und lässt sich einem Auditor erklären. ESC6, ESC7, ESC11 und ESC16 lesen die CA-Konfiguration und brauchen deren Abruf.
ADCS-SICHERHEITSAUDIT · PRÜFMATRIX regelbasiert · reproduzierbar ESC1SAN aus Antrag ESC2Any Purpose ESC3Enrollment Agent ESC4Template-ACL ESC5PKI-Objekt-ACL ESC6EDITF_ATTRIBUTE… ESC7CA-Rechte ESC8nicht automatisch ESC9Kein Sec-Extension ESC10nicht automatisch ESC11RPC ohne Signing ESC12YubiHSM-Zugriff ESC13nicht automatisch ESC14nicht automatisch ESC15EKUwu / App-Policy ESC16Sec-Ext. CA-weit ESC17Server-Auth · Bugs-Scan Gestrichelt: ESC8, ESC10, ESC13, ESC14: nicht automatisch geprüft · ESC17 im Bugs-Scan · schematisch
Post-Quanten-Kryptografie

Den Bestand nach Quantenanfälligkeit klassifizieren.

„Harvest now, decrypt later“ ist keine Theorie mehr. TrustFabric klassifiziert jedes Zertifikat im Inventar nach Quantenanfälligkeit, nimmt Zertifikatsanforderungen mit ML-DSA-Schlüsseln (FIPS 204) an und reicht sie unverändert an die CA weiter. Der gesamte kryptografische Bestand lässt sich als CycloneDX-CBOM exportieren — als Grundlage für die Planung.

ML-DSA-44 / 65 / 87 Klassifizierung im Inventar CBOM-Export (CycloneDX 1.6) Risikoklassen nach TR-02102-1

Ob eine ADCS selbst ML-DSA-Zertifikate ausstellt, hängt von der CA-Version ab und ist in TrustFabric bisher nicht gegen eine solche CA geprüft.

INVENTAR · KRYPTOGRAFISCHER BESTAND · BEISPIEL RSA-2048 · sha256WithRSAEncryption KLASSISCH ECDSA P-256 · ecdsa-with-SHA256 KLASSISCH ML-DSA-65 · 1952 Byte Schlüssel POST-QUANTUM CBOM-Export Zertifikate · Schlüssel · Algorithmen · NIST-Quantenstufe
Anbindungen

Jede Quelle, jedes Protokoll, jedes Werkzeug — ein Inventar.

TrustFabric ist keine Insel. Was Zertifikate ausstellt, hält oder braucht, wird über Protokoll-Adapter, API und die genannten Schnittstellen angebunden.

Zugang

Anmelden oder Zugang beantragen.

Mit dem Bechtle-Konto anmelden. Wer noch keinen Zugang hat, beantragt ihn über Microsoft My Access; freigeschaltet wird nach Prüfung, danach ist die Rolle Leser aktiv. Für ein Gespräch über Ihren PKI-Betrieb genügt eine E-Mail.

Kontakt: ccmw.westfalen-niederrhein@bechtle.com